Milchglas

„Na! Die an der Rezeption haben mich vielleicht angeguckt! Ich glaube die haben sich sonst was gedacht.“ Brach es aus Eva heraus. Sie hatte dort, mit einer Reisetasche unter dem Arm erst nach einem Parkplatz für ein, zwei Stunden gefragt und dann nach dem Weg zu Zimmer 311. 

In 311 sollte unser Shooting statt finden. Eva kennt Ihr schon etwas besser, wir haben in der Vergangenheit ein paar sehr schöne Bilder in Hamburg gemacht (Container, Boudoir). Sie ist inzwischen in die Nähe von Karlsruhe gezogen und ich war dran mein Versprechen einzulösen, sie dort einmal zu besuchen und gemeinsam Bilder zu machen.

Was mich an Eva immer wieder fasziniert ist Ihre enorme Wandlungsfähigkeit, nie ist ein Shooting wie das vorangegangene. Das sollte sich auch diesmal herausstellen. 

Wir haben etwas Neues probiert: nach den üblichen Fotos zum Aufwärmen, setzte Eva sich auf das Sofa. Ich bat sie die Augen zu schließen und nur noch die Musik wahrzunehmen, leichte Klassik. Meine Kamera war auf lautlos gestellt, denn ich wollte nicht mit dem Auslöser die Harmonie stören. Während der ersten 10 Minuten machte ich keine Aufnahmen. Weiter bat ich sie nach einer gewissen Zeit ruhig die Augen wieder zu öffnen und sich, soweit es die Situation zu ließe, in ihrem Flow zu bleiben und mich möglichst nicht wahr zu nehmen.

Wenn ich im Nachhinein die Bilder betrachte, sehe ich jemanden der nach stürmischen Zeiten etwas abgekämpft in den sicheren Hafen gelangt ist. 

Es wurde Zeit wieder etwas aufzudrehen, dafür hatte Eva auch den richtigen Musikbeitrag auf Tasche: „Schnipo-Schranke“

https://open.spotify.com/artist/1qMH37eEGa23q

Wir entdeckten eine versteckte Schiebetür aus Milchglas, die den Raum teilte. Den einen Raum dunkelten wir ab, den anderen ließen wir durch das Fensterlicht beleuchtet. Eva stelle sich dort hinter die Scheibe. Mit dem Abstand zwischen Model und dem Glas änderte sich nicht nur die Intensität des Schattens, sondern auch die Schärfe mit der sich dieser darauf abzeichnet. Eva hat alles gegeben und gepusht von Schnipo-Schranke erhielten wir ein paar megacoole Silhouetten. 

Immer wieder anders, immer wieder cool, immer wieder gerne. Freue mich schon auf das nächste Shooting. Eva Chapeau!

Engl. version.:

„Well! The receptionists were looking at me! I think they were thinking something different.“ It broke out of Eva. She had asked there, with a travel bag under her arm first for a parking place for one or two hours and then for the way to room 311.

In room 311 our shooting should take place. You already know Eva, we took some very nice pictures in Hamburg in the past (container, boudoir). In the meantime she moved close to Karlsruhe and it was my turn to keep my promise to visit her there and to take pictures together.

What fascinates me about Eva again and again is her enormous versatility, never is a shooting like the previous one. That should also turn out this time.

We tried something new: after the usual warm-up photos, Eva sat down on the sofa. I asked her to close her eyes and just listen to the music, light classical music. My camera was set to silent mode, because I didn’t want to disturb the harmony with the shutter release. During the first 10 minutes I didn’t take any pictures. After a certain time I asked her to open her eyes again but to stay in her flow as far as the situation would allow and not to perceive me if possible.

When I look at the pictures afterwards, I see someone who, after stormy times, has reached the safe harbour, a bit exhausted.

It was time to turn on again and Eva had the right music on her smart phone: „Schnipo-Schranke“.

https://open.spotify.com/artist/1qMH37eEGa23q

We discovered a hidden sliding door made of frosted glass that divided the room. One room we darkened, the other one we left illuminated by the window light. Eva stood there behind the pane. With the distance between the model and the glass not only the intensity of the shadow changed, but also the sharpness with which it appears on it. Eva gave everything and pushed by Schnipo Schranke we got some mega cool silhouettes.

Always different, always cool, always happy. I’m already looking forward to the next shooting. Eva Chapeau!


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