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Gestern durchbrach die abendliche Routine ein Anruf geschäftlicher Art. Ein Ersatzteil wird benötigt und zwar schnell. Irgendwo in Großbritannien.

 

Jede Stunde zählt, denn der Maschinenausfall ist empfindlich teuer. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute, wir haben das benötigte Teil lagernd. Da alles bekanntlich drei Seiten hat, kommt jetzt die lustige: Aufgrund der Eilbedürftigkeit ist beinahe jeder Transportweg noch wirtschaftlich.

Also übernehme ich kurzerhand den Direktkurier selbst und habe mir einen Flug gebucht. Direktflüge gibt es an dem Tag nicht. Deshalb die verworrene Flugroute. Vier Segmente werden es.

Nur fliegen, umsteigen, warten, fliegen,…

Ich nutze die Gelegenheit und erstelle davon eine kurze Reportage mit dem iPhone.

Also nehme ich Euch jetzt mit über die Wolken. Wir starten vom schneebedeckten Helmut Schmidt Flughafen, Hamburg.

Schon nach wenigen Minuten Flugzeit ändert sich das Landschaftsbild unter mir. Die Schneedecke verschwindet gänzlich und gibt dem Frühling Raum.

Von Düsseldorf ging es relativ unaufgeregt mit einer Propeller-Maschine weiter nach Birmingham. An Bord der Eurowings Dash8 fielen die dunkelroten Sicherheitsgurte sofort auf. Offensichtlich handelte es sich hierbei um eine Ex-AirBerlin Maschine.

Auch die Flugbegleiterinnen trugen noch den AirBerlin Dress. Marineblau mit auffälligem roten Gürtel.

In Birmingham am Gepäckband war ich kurz nach der Landung sehr froh das meine etwas merkwürdige Kiste die Reise unbeschadet überstanden hatte. Sie tauchte so auf, wie ich sie in Hamburg bei Frau Schiller eingecheckt hatte.

Die Damen und Herren vom britischen Zoll hatten mit dem Koffer eines hochgenommenem Schmugglers gut zu tun. Sie standen aufgeregt hinter einem Haufen von Zigarettenstangen und nahmen keine Notiz von mir und meiner Kiste. Nicht das meine Fracht irgendwie problematisch gewesen wäre, nein! Aber aus Erfahrung weiß ich, das solche Kisten gerne mal Zollkontrollen auslösen.

Gleich hinter der Milchglastür im Ankunftsbereich wartete man schon auf mich. Das Ersatzteil wurde übergeben. Hände geschüttelt und dann stand ich schon wieder im Check-In für meinen Rückflug.

Wieder im Flieger sitzend könnte ich aus dem Fenster wunderbar über das Vorfeld blicken und den Sonnenuntergang bewundern.

Doch das Schauspiel war nur von kurzer Dauer. Es folgte ein Schneesturm, der eine zusätzliche Enteisung der Tragflächen notwendig machte. Mit 30 Minuten Verspätung ging es dann weiter nach München.

Zu MUC gibt es nicht viel zu berichten. Nur das es hier sehr kalt ist. Man erwartet hier die kälteste Nacht des Winters 17/18.

Wegen der Verspätung bin ich also schnurstracks in den A321 nach Hamburg gesprungen und freuete mich aufnden Heimflug.

Der war fantastisch. Wir flogen in der Dunkelheit Richtung Norden über ein verschneites Bayern. Die Straßen der vereinzelt da liegenden Städtchen waren beleuchtet rundherum lag Schnee der von reichlich Mondlicht angestrahlt die Umgebung aufhellte. Ein verträumtes, wohl eingemummeltes, Deutschland zog unter mir her. Hier war dann auch Schluß mit dem iPhone. Ich hatte im Handgepäck noch meine A7R2 mit dem Sony 35mm f/2.8, meine Standard Ausstattung zum fliegen. Sie passt wunderbar ins Handgepäck, der Bildwinkel verträgt sich mit dem Flugzeugfenster, etc.

2018-02-27 22.49.17__1-15 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM22018-02-27 23.16.08__1-20 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM22018-02-27 23.18.52__1-4 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM22018-02-27 23.27.44__1-15 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM22018-02-27 23.28.51__1-15 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM22018-02-27 23.32.30__1-15 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM22018-02-27 23.34.28__1-30 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM22018-02-27 23.33.37__1-30 Sek. bei f - 2,8-35 mm-ISO 20000-ILCE-7RM2

In Hamburg war es auch kalt. Doch das war mir gleich. Endlich war die Fliegerei beendet.

Doch ganz so schnell kam ich aus dem Airbus jetzt auch wieder nicht raus. Die Motorbetriebenen Treppen die zum Verlassen des Flugzeugs auf dem Vorfeld nötig sind, waren eingefroren. Sie ließen sich von Bodenpersonal nicht starten.

Genau der richtige Abschluss, wenn man schon mal 2.856 km im Kreis geflogen ist.

Technik: iPhone X, GPS Uhr Garmin Fenix 3, Sony Alpha A7RII (Nachtaufnahmen)

 

Yesterday, the evening routine was broken by a business call. A spare part is needed, and fast. Somewhere in the UK.
Every hour counts, because the machine failure is very expensive. This is the bad news. The good, we have the required part in stock. Since everything is known to have three sides, now comes the funny: Due to the urgency, almost every transport is still economical.

So I take over the direct courier myself and booked a flight. There were no direct flights on the day. That’s the reason for the kinky flight route. Four segments, within one day.

Only fly, change, wait, fly, …

I took the opportunity to create a short reportage with my iPhone.

So I’ll take you over the clouds now. We start from the snow-covered Helmut Schmidt Airport, Hamburg.
After just a few minutes flying time, the landscape changed completely. The snow cover disappears and gives room for the spring.
From Düsseldorf it went with a propeller machine to Birmingham. On board the Eurowings Dash8, the dark red seatbelts were immediately noticed. Obviously, this was an ex-AirBerlin plane.
The flight attendants also wore the AirBerlin dress. Navy blue with a striking red belt. By the way, the Lady responsible for my row of seats was beautiful. I would like to take a portrait picture. But that seemed inappropriate to me.
Shortly after landing in Birmingham I felt very glad that my strange box had survived the journey. It appeared as I had checked her in with Ms. Schiller in Hamburg.

The ladies and gentlemen of British Customs had a lot to do with the suitcase of a lofty smuggler. They stood excitedly behind a pile of cigarette butts and took no notice of me and my box. Not that my freight would have been problematic, no! But from experience, I know that such boxes like to trigger customs controls.
Immediately behind the frosted glass door in the arrivals area one technician was already waiting for me. The spare part was handed over. Shaking hands and then I was back in check-in for my return flight.

Sitting back in the plane, I could look out of the window on the apron and admire the sunset.

But the spectacle was short lived. This was followed by a blizzard, which required additional defrosting of the wings. With 30 minutes delay we went on to Munich.
There is not much to tell about MUC. Only that it is very cold here. Here they expected the coldest night of winter 17/18.

Because of the delay, I jumped straight into the A321 to Hamburg and was looking forward to return home.

It was fantastic. We flew in the dark north over a snowy Bavaria. The streets of the scattered little towns were lit all around lay snow which was illuminated by abundant moonlight brightening the environment. A dreamy, well-wrapped, Germany slipt under us. I stoped the pictures with the iPhone. I took the A7R2 with the Sony 35mm f / 2.8, my standard on board equipment. It fits wonderfully in the hand luggage, the angle of view is compatible with the aircraft window, etc.

It was cold in Hamburg too. But I did not care. Finally the flying was over.

But quite so fast, I did not get out of the Airbus again. The engine-powered stairs needed to leave the aircraft on the apron were frozen. They did not start due to the low temperatures.

Exactly the right conclusion, if you have ever flown 2,856 km in a circle.

Technique: iPhone X, GPS Watch Garmin Fenix 3, Sony Alpha A7RII (Night Shots)