Cecilia

„Du bist sehr schön, und ich würde Dich gerne einmal fotografieren.“ Es war zur vorgerückter Stunde in einem Hamburger Club und Cecilia musterte mich kritisch. Sie musste entscheiden, ob es sich um eine sehr plumpe Anmache oder ein ernst gemeintes – wenn auch plump durchgeführtes – Ersuchen handelte. Schnell zeigte ich Ihr mein Instagram Profil und lud sie ein sich meine Fotos dort anzusehen, ob sie sich sowas vorstellen könnte?

Sie konnte! Auch Cecilia ist auf Instagram und wir folgten einander. Per Messenger konnte ich sie, auch mittels dieses Blogs für ein Shooting gewinnen. Was für ein Glück!

Nun liegt es mir überhaupt nicht fremde Schönheiten in Clubs anzusprechen. Warum machte ich diesesmal eine Ausnahme und überwand mich dazu? Bisher waren es meine Modelle bereits gewohnt, vor einer Kamera zu stehen und sich entsprechend in Pose zu stellen. Das machte sie mehr oder weniger zum „alten Hasen“. Jedenfalls im Gegensatz zu mir, der mit der People-Fotografie eben erst begonnen hatte.

Für meine Weiterentwicklung erschien es mir wichtig jemanden zu Fotografieren, der nicht schon so erfahren ist, dass er bereits seine „Signature-Posen“ für sich entwickelt hat. Jemand der es mir etwas schwerer machen und mir auch in der Anleitung mehr abverlangen würde. Jemanden der vielleicht auch etwas kritischer mit den Ergebnissen ist.

Corwin von Kuhwede erklärt in seiner brillanten Beitragsreihe „Fotogrow„, dass er genau dies ebenfalls favorisiert. Nicht weil Corwin dringend das Anleiten üben müsste, mit Nichten. Es geht Ihm darum neue Typen, neue Charaktere zu entdecken, für mehr Authentizität in seinen Bildern. Deshalb beobachtet er Interessante Menschen zum Beispiel auf Partys oder ähnlichen Gelegenheiten intensiv und spricht sie dann auch gezielt auf die Möglichkeit eines gemeinsamen Shooting an.

Daran wollte ich mir ein Beispiel nehmen. Und dann sah ich zufällig Cecilia im Club mit Ihren Freundinnen. Sie bewegte sich grazil zur Musik und war insgesamt eine sehr elegante Erscheinung von natürlicher Ästhetik.

Mein Plan ging mit ihr nur halb auf. Zwar ist sie das Modeln (noch) nicht gewohnt, aber viel Anleitung benötigte sie keinesfalls. Wir kamen sehr schnell in einen gemeinsamen Flow und entwickelten zusammen Bildideen. Die Location ist Euch bereits aus dem Beitrag die Super-Mamis bekannt. 

Wir machten Fotos bei natürlichem Fensterlicht und mit einer Softbox vor dunklem Hintergrund. Ein Sofa bildete farblich eine schönen komplementären Kontrast mit Cecilias makelloser Haut. Wir fanden beide, dass die gute alte Kaffeetasse, das Stützrad jedes People-Fotografen, bei der modernen Frau von einem Smartphone abgelöst gehört.

„You’re very beautiful, and I’d love to take pictures of you once.“ It was late at night in a club in Hamburg and Cecilia looked at me critically. She had to decide whether it was a very crude approach or a serious – albeit crude – request. I quickly showed her my Instagram profile and invited her to look at my photos to see if she could imagine such a thing?

She could. She also was on Instagram and we followed each other. By Messenger I could convince her to a shooting. Also by means of this blog. What luck!

Now it is not at all up to me to address beauties in clubs. Why did I make an exception to this rule and overcome myself? So far my models were used to standing in front of a camera and posing accordingly. That made them more or less the „old hands“. At least, in contrast to me, who had just started with people photography.

For my further development it seemed important to me to photograph someone who is not already so experienced that she/he has already developed her/his „signature poses“ for her-/himself. Someone who would make it a little harder for me and would also demand more instructions. Someone who might be more critical with the results.

Corwin von Kuhwede explains in his brilliant contribution series „Fotogrow“ that this is exactly what he favours. Not because Corwin urgently needs to practice guidance, with nieces. He is interested in discovering new types, new characters, for more authenticity in his pictures. That’s why he observes interesting people intensively, for example at parties or similar occasions, and then addresses them specifically about the possibility of a shooting.

I wanted to take that as an example. And then I coincidentally saw Cecilia in the club with her friends. She moved gracefully to the music and was a very elegant appearance of natural aesthetics.

My plan only half worked out with her. She’s not used to modeling (yet), but she didn’t need much guidance. We got very quickly into a common flow and developed picture ideas together. You already know the location from the article The Super Mummys.

We took photos under natural window light and with a softbox in front of a dark background. A sofa formed a nice complementary contrast with Cecilia’s flawless skin. We both found that the good old coffee cup, the support wheel of every people photographer, has to be replaced by a smartphone. Because Cecilia is a modern woman.

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